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3. Die Existenzform der Sprache in der ahd. Zeit.

In dieser Zeit gab es noch keine deutsche Gemeinsprache. Die einzige Existenzform der werdenen deutschen Sprache waren die Territorialdialekte. Es fehlte eine einheitliche konomische Basis sowie ein intensiver Verkehr zwischen den einzelnen Landschaften. All das hinderte an der Herausbildung einer einheitlichen Verkehrssprache. Die Entwicklung des Schrifttums ( VIII Jh.) und die Entwicklung der religisen bersetzungsliteratur fhrten zu einer tiefgreifenden Entwicklung der deutschen Sprache.

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Thema V

Mittelhochdeutsch ( 1050 -1350 )

Plan

1. Die zeitlichen Grenzen der mhd. Periode

2. Die Literatur des Mittelhochdeutschen.

3. Die Mittelhochdeutschen Dialekte.

4. Die Existenzformen der Sprache in der mhd. Zeit.

1. Die Mittelhochdeutsche Periode umfat den Zeitraum von 1050 bis um 1350. Sie fllt mit der Epoche des vollentwickelten Feudalismus in Deutschland zusammen. Diese Epoche ist durch einen bedeutenden wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung, durch die Entwicklung von Geldwirtschaft, Handel und Gewerbe, durch das Wachstum der Stdte gekennzeichnet. Es ist die Bltezeit des deutschen Rittertums, die Epoche der italienischen Feldzge der deutschen Kaiser, die Epoche der Kreuzzge nach Palstina, und die Epoche der deutschen Expansion nach Osten. Es entwickelt sich in dieser Zeit eine neue weltliche ritterliche Kultur, die ihren Ausdruck auch in der reichen Entfaltung der ritterlichen Dichtung findet..

2. In der mhd Zeit ist eine reiche Literatur geschaffen Die Hauptgattungen der mhd. Literatur sind : der Heldenepos, der Ritterroman, der Minnesang ( ritterliche Lyrik ) und der Spielmansepos.

Die Heldenepen stammen aus dem bairisch-sterreichischen Sprachraum. Sie knpfen an die altgermanischen mytischen und historischen Sagen an. Ihre Verfasser sind unbekannt. Das sind 1) das \" Nibelungenlied \", eines der hervorragendsten mittelalterlichen deutschen Epen, das die altgermanische mythische Sage von Siegfried und die historische Sage vom Untergang des Burgundenreiches vereinigt, 2) \" Gudrun \" ( nach der Hauptheldin benannt ), ein Epos aus dem Kreis der Wikingersagen, 3) die Epen ber Dietrich von Bern ( dem ostgotischen Knig Theodorich ) aus dem gotischen Sagenkreis.

Die deutsche Ritterromane sind Nachdichtungen franzsischer Ritterromane. Besonders bekannt sind darunter a) \" Erek \", und \" Iwein \" und die Verslegende \" Der arme Heinrich \" des schwbischen Ritters Hartmann von Aue ( um 1165-1210), b) der Roman \" Tristan und Isolde \" ) des Verfassers Gottfried von Straburg ( gestorben. um 1210 ); c) der Versroman \"Parzifal \" des Ritters Wolfram von Eschenbach aus Nordbayern ( um 1170-1220 ).

Die ritterliche Lyrik ist auch im Sden reich vertreten. Auer den Liebesliedern Hartmanns von Aue und Wolframs von Eschenbach sind noch die Werke Rheinmarders Alten und Rheinmars von Hagenau zu nennen. Der grte Lyriker jener Zeit aber war Walter von der Vogelweide ( um 1160-1227 ). In seinen lyrischen Gedichten verherrlicht er die Schnheit der Natur, die Liebe. ( daher der Minnessnger, die Liebe -

die Minne ). Die Spielmannsepen \" Knig Rother \" und \"Herzog Ernst \"setzen die Traditionen der alten epischen Volksdichtung fort. Sie wurden von fahrenden Spielleuten vorgetragen. Die ritterliche Dichtung, die im XII-XIII Jh. aufblhte, starb bis zum XIV Jh. fast gnzlich aus. An ihre Stelle tritt allmhlich die stdtische oder brgerliche Literatur, die wachsende Aktivitt des werdenden Brgertums verkndet. Die brgerliche Literatur des XIII Jh. ist durch folgende Gattungen vertreten : a) Schwnke., d.h. komische Kurzgeschichten, z.B. \" Pfaffe Amis \" des fahrenden Dichters Stricker - eine Sammlung von Schwnken ber den lustigen Pfaffen Amis; b) didaktische Dichtung - gereimte Sprche mit belehrendem Inhalt, z.B. das Lehrgedicht

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des fahrenden Dichters Freidank \" Bescheidenheit \"; c) Versnovellen, z.B. die Verserzhliung \" Meier Helmbrecht \"des sterreichischen Dichters Wernere der Grtner ( um 1275 ).

3. Die mitteldeutschen Territorialdialekte.

Im XII und XIII Jh. hat sich der deutsche Sprachraum infolge der Expansion nach Osten und der Eroberung slawischer und baltischer Gebiete stark erweitert.

Die westslawischen Gebiete zwischen Oder, Havel, Spree, Elbe, Saale und dem Erzgebirge wurden erobert und kolonisiert, d.h. in diesen Gebieten wurden Marken und Herzogtmer gegrndet, z. B. die Mark Lausitz, die Mark Meien ( spteres Obersachsen ) - noch im X Jh., im XII Jh. : die Markgrafschaft Brandenburg ( 1150 ), das Herzogtum Mecklenburg ( 1170 ), das Herzogtum Pommern ( 1180 ). Viele slawische Ortsnamen wurden eingedeutscht : z. B. Brandenburg ( Бранный бор ), Leipzig ( Липецк ), Lbeck ( Любеч ) , Dazig ( Гданьск ), Breslau ( Вроцлав ) , Pommern ( Поморье ) , die Havel ( Гавела ) , Dresden ( дрездане - люди болот) u.a. Die slawische Bevlkerung wurde massenweise vernichtet, die berbleibenden wurden unterjocht und eingedeutscht. Auf slawischem Boden entstanden reiche Klster Grundbesitze geistlicher und weltlicher Feudalherren. Aus Sachsen, Hessen, aus den Niederlanden und aus Burgunden strmten deutsche Ansiedler herbei, angelockt vom fruchtbaren Boden und von Privilegien. Das hatte seine Folgen in der Entstehung von Kolonialdialekten in den besetzten und kolonisierten stlichen Gebieten. Hier entwickelten sich neue Dialekte der deutschen Sprache, die sich von den altererbten Dialekten unterscheiden. Die Eigenart der neuen Dialekte ist dadurch bedingt, da die Ansiedler aus verschiedenen Gegenden des Landes kamen, das fhrte zur Intergration der Dialekte ( d.h. Mischung und Verschmelzung der Dialekte ). Auf dem neugewonnenen Territorium entwickelten sich neue Dialekte: Ostniederdeutsch und Ostmitteldeutsch.

Man gliedert die mhd. Territorialdialekte ( fr das XIII - XIV Jh. folgenderweise : )

I. Niederdeutsche Dialekte:

1. Niederfrnkisch

2. Niederschsisch

3. Ostniederdeutsch ( Meklenburgisch, Brandenburgisch ( Mrkisch ), Pommersch,

Preuisch )

II. Mitteldeutsche Dialekte :

1. Rheinfrnkisch

2. Mittelfrnkisch : Moselfrnkisch, Ripuarisch

3. Hessisch

4. Ostmitteldeutsch : Meinisch oder Oberschsisch, Thringisch, Schlesisch.

III. Oberdeutsche Dialekte :

1. Schwbisch - Alemannisch

2. Bairisch - sterreichisch

3. Sdfrnkisch