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Ein entscheidener Schrift zur endgltigen Herausbildung der deutschen Nationalitt

war die Aufteilung des karolingischen Groreichs unter den Enkeln Karl des Groen,

die Trennung seines westlichen ( franzsischen ) Teils von dem stlichen ( deutschen ) und die Abgrenzung in Sprachgruppen.

Durch den Vertrag von Verdun im Jahre 843 entstanden 3 Reiche :

1.Karl der Kahle erhielt das Ostfrnkische Reich ( das sptere Frankreich );

2. Ludwig der Deutsche erhielt das Ostfrnkische Reich ( das sptere Deutschland);

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3. Lothar erhielt das Mittelreich ( Italien und das Gebiet zwischen dem Rhein, der Schelde und der Rhone, das spter nach ihm Lotharingien benannt wurde ).

Von der sprachlichen Teilung, die sich nach der Aufspaltung des frnkischen Groreichs vollzogen hatte, gibt eine Vorstellung das Schriftdenkmal \" Die Straburger Eide \". Dieses Dokument entstand 842. Es enthlt den Text des Eides Karls des Kahlen und Ludwig des Deutschen und ihrer Heere, womit sie ihre Bundesgenossenschaft im Kampf gegen Lothar beschwren muten. Wie alle Dokumente jener Zeit wurde er in lateinischer Sprache abgefat. Damit aber beide Heere den Eid verstehen konnten, wurde er auch in zwei heimische Sprachen bertragen : in rmisch ( d.h. altfranzsisch ) und in rheinfrnkisch ( eine ahd. Mundart ).

2. Das Wort \"deutsch \".

Der aus dem Osrfrnkischen Reich hervorgegangene deutsche Staat wurde im 9. Jahrhundert vorwiegend Teutonia, \" das Teutonische Reich \" genannt. In vielen lateinischen Quellen finden sich in derselben Bedeutung auch die Bezeichnungen Germania, Germani, germanikus. Das Wort \" deutsch \" tritt zuerst 786 in lateinischer Form \"theodiscus als Bezeichnung der Sprache auf . Belegt ist um 800 auch der Ausdruck Teudisca lingua. Es heit zuerst \" vlksmige Sprache \" vom got piuda, ahd. diot \"Volk\" und bezeichnet eine beliebige germanische Sprache gegenber dem Latein. Im Frankenreich bekommt es dann die eigentliche Bedeutung \" deutsche \", wobei die zwei heimischen Sprachen des Reiches als Teudiska und Romana lingua einander gegenbergestellt werden; \" deutsch \" wird also zum Synonym von teutonicus \"Teutonisch \". Um 1000 trifft man schon im deutschen Text die Bezeichnungen diutiskiu liute und diutisciu lant, woraus im XV-XVI Jahrhundert die Zusammensetzung Teutschland, Deutschland .

Thema IV.

Althochdeutsch ( 770 - 1050 )

Plan

1. Die althochdeutschen Territorialdialekte.

2. Die Sprachdenkmler des Althochdeutschen.

3. Die Existenzform der Sprache in der althochdeutschen Zeit.

1 Die ahd. Periode umfat ca. drei Jahrhunderte, also von 770 bis 1050. 770 ist der Anfang des deutschen Schrifttums. Das deutsche Schrifttum diente in erster Linie den Bedrfnissen der christlichen Missionierung und des Lateinunterrichts [ vom lat. missio = schicken - die Missionierung ist eine Ttigkeit, die die Verbreitung einer Religion, hier des Christentums dient ].

Aus dem Lateinischen wurden in die heimischen Territorialdialekte Glaubensbekennt -nisse, Gebete und theoretische Traktate bersetzt.

Althochdeutsch ist ein Terminus fr die Bezeichnung des frhesten Deutsch. Darunter versteht man die Sprache der althochdeutschen Stmme, die das mittlere und sdliche

Deutschland im frhen Mittelalter bewohnt haben ( Franken, Alemannen, Bayern ).

Im Ahd. unterscheidet man zwei Gruppen von Territorialdialekten : Mitteldeutsch und Oberdeutsch. Die Grenzen der ahd. Territorialdialekte wurden von den Herzogtmern bestimmt, die gegen Ende des IX. Jahrhunderts und zu Beginn des X. Jahrhunderts im Ostfrankenreich entstanden waren und im Deutschen Reich fortbestanden.

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Zu den oberdeutschen Dialekten gehren :

1. Bairisch

2. Alemmanisch

3. Oberdeutsches Frnkisch a) Sdfrnkisch

b) Ostfrnkisch

Zu den mitteldeutschen Territorialdialekten zhlt man :

1. Mitteldeutsches Frnkisch a) Rheinfrnkisch

b) Mittelfrnkisch

2. Thringisch.

Oberdeutsch sprach man im Sden des Landes, Mitteldeutsch im zentralen Teil, aber im Norden sprach man Niederdeutsch, das sich von dem Hochdeutschen durch das Fehlen der zweiten hochdeutschen Lautverschiebung unterscheidet. Die niederdeutschen Territorialdialekte schlieen Niederfrnkisch und Niederschsisch ein.

2. Die Sprachdenkmler des Althochdeutschen.

Das lteste ahd. Sprachdenkmal ist das Glossar von Keron, das um 750 ( 770 ) von dem Mnch Keron in Sant-Gallen zusammengestellt war. Das Glossar ist ein Wrterverzeichnis mit bersetzung und Erklrungen. Es ist alemannisch verfat.

Die Hauptdenkmler des Alemannischen sind : die \" Benediktiner Regel \" ( Anfang des IX. Jh.) , das \"Georgslied \" ( X. Jh.), die Werke von Notker ( X -XI.Jh. ).

Als Hauptdenkmal des Bairischen seien genannt : \" Muspilli \"( IX Jh.), \"Merigato \" (Ende des XI.Jh. ).

Das Ostfrnkische ist in erster Linie durch den \" Tatian \" vertreten ( die erste Hlfte des IX. Jh. )

Das Rheinfrnkische hat den \" Isidor \" ( VIII.Jh. ) und das Evangelienbuch von Otfrid ( IX Jh.) als wichtigste Denkmler.

\" Tatian \" ist die bersetzung ( aus dem Lateinischen in das Osrfrnkische ) der \" Evangelienharmonie \"( Bibeltext ) des christlichen Schriftstellers Tatian aus Syrien (II.Jh.). Diese bersetzung wurde in Fulda um 830 angefertigt. Das ist eines der bedeutenden ahd. Sprachdenkmler.

\" Isidor \" ist die bersetzung des theologischen Traktats des spanischen Erzbischofs von Sevilla Isidor ( 560 - 636 ).\" ber den katholischen Glauben \". Die bersetzung entstand Ende des VIII. Jh.

\" Muspilli \"( ca. 830 ) ist eines der wichtigsten und poetisch wertvollsten Denkmler der ahd. Literatur. Es berichtet vom Weltende und vom Jngsten Tag. Das als Bruchstck ( 103 Verse ) erhaltene Poem ist im Stabreim ( altgermanischer alliterirender Vers ) gedichtet.

Die altgermanische epische Dichtung ist uns nur in einem Fragment aus dem \" Hildebrandslied \"( um 780 ) berliefert. Dieses einzige epische Denkmal entstand vermutlich im VII Jh. und wurde fast zwei Jahrhunderte spter im Kloster Fulda aufgezeichnet. Es berichtet ber den Kampf des Vaters Hildebrand und seines Sohns Hadubrand, der den Vater nicht erkennt und ihn fr einen lustigen Hunnen hlt. Das Ende des Streites ist nicht berliefert. Das Gedicht ist in alliterierendem Vers gedichtet.