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Die gebruchlichsten Konjuktionen waren inti, ioh = \" ich \", ouh = \"auch \", doh = \"doch \" abur = \"aber\", odo = \"oder\". Aber es gab noch keine kausalen und finalen Konjuktionalwrter wie denn, folglich, daher, darum, infolgedessen u.a.

Das Satzgefge.

Das Ahd. besitzt Gliedstze fr alle Satzglieder, d.h. Subjekt, -Objekt-, Prdikativ-, Adverbial- und Attributstze. Die Endstellung des Prdikats im Gliedsatz, was die Gegenwartssprache prgt, gilt im Ahd. noch nicht als Regel. Doch kam sie in den Gliedstzen schon hufig vor :

Thu weist,tha3 ih thih minnon.

\" Du weit , da ich dich liebe. \"

Da die Endstellung des Prdikats nur in Gliedstzen vorkommt, wird sie allmhlich zum Prgemittel des Gliedsatzes.

Im Mhd. gab es wenige Neuerungen in der Entwicklung des Satzbaus. Nur die Anfansstellung des Prdikats im Aussagesatz war aus dem Gebrauch gekommen.

Die Herausbildung verschiedener literarischer Gattungen sowie der gelehrten Prosa und der Kanzlei - und Geschftsprosa in der frhneuhochdeutschen Zeit, die politische und religise Literatur der Reformationszeit Luthers, die Bemhungen der Humanisten um die deutsche Sprache frderten die weitere Entwicklung der syntaktischen Struktur der deutschen Sprache. Es kamen neue Konjuktionen auf, es entstanden neue Modelle komplexer Stze .

Bereits im XII-XIV Jh. wurde die Voranstellung von Adjektivien, Partizipien und Pronomen in den attributiven Wortgruppen vorherrschend.

Die Tendenz zur festen Stellung des Prdikats wurde erst im Ahd. zur Regel. Auch die verbalen Klammer entwickelte sich bis in die nhd. Zeit.

ber den bergang von der doppelten Negation zur Gesamtnegation siehe bei Moskalskaja ( 112. Seite 228 )

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Thema XI

Der Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache in

sprachgeschichtlicher Beleuchtung.

Die althochdeutschen Sprachdenkmler zeugen davon, da die deutsche Sprache schon in jener Zeit einen reichen Wortschatz besa . Neben den Wrtern aus dem Bereich des alltglichen Verkehrs besa das Ahd. einen reichen Schatz von Wrtern aus dem Bereich des Geisteslebens, der Dichtung, der Viehzucht und des Ackerbaus, des Bau-, Rechts - und Heereswesens. In den ahd. Sprachdenkmlern kommt das stndige Wachstum des Wortschatzes im Zusammenhang mit der Entwicklung der feudalen Kultur, der klerikalen Bildung, des Staats-und Rechtswesens, mit der bertragung zahlreicher lateinischer theologischer und philosophischer Schriften in die deutsche Sprache und der Schaffung der dazu notwendigen Terminologie zum Ausdruck.

Der deutsche Wortschatz bereicherte sich einerseits durch zahlreiche Entlehnungen, andererseits durch Wortbildung. Die meisten Entlehnungen der vor - und ahd. Zeit sind aus der lateinischer Sprache z. B. :

lat. secula - ahd. sihhila \"Sichel \"\'lat. vinum - ahd wn \"Wein \";

lat. pirum - ahd. bira \"Birne \", lat. persica - ahd. pfersich \"Pfirsich \'

lat. via strata\" Heeresstrae \" - ahd. stra33a \"Strae \".

Aus dem Latein sind auch die Monatsbezeichnungen entlehnt. Durch Lehnbersetzungen entstanden die Namen der Wochentage ( die Siebentagewoche wurde von den Germanen im III -V Jh. unter griechischen und rmischen Einflu eingefhrt ) : lat. Martium - ahd. marzeo, merzo \" Mrz \", lat. Maius - ahd. meio \" Mai \", lat. Augustus - ahd. augusto \" August \", lat. dies Solis - ahd. sunnntag \" Sonntag \", lat. dies Lunac - ahd. manatag \" Montag \".

Aus dem Bereich des Kirchenlebens stammen die Wrter lat. claustrum - ahd. klstar \" Klostar \", lat. templum - ahd. tempal \" Tempel \", lat. monachus - ahd. munich \" Mnch \", lat. crucem - ahd. krzi \" Kreuz \".

In der Wortbildung spielen sowohl die Ableitung als auch die Zusammensetzung eine groe Rolle. Die Ableitung der Substantive mit Hilfe von Ableitungssuffixen :

ahd. trag - an - treg - ir \" Trger \" , ahd. hh - hh \" Hhe \" , rein - reinida \" Reinheit \" , ahd. kunni \" Geschlecht \"- kun ing \" Knig \" , ahd. friunt \" Freund \" - friunt -in \"Freundin \" .

Ein beliebtes Wortbildungsmittel ist in allen altgermanischen Sprachen auch die Zusammensetzung, z.B. erd - biba \" Erdbeben \", beta - hs \"Bethaus \", \" Kirche \" , gast - hs \" Gasthaus \" , mitti - tag \" Mitttag \" , himil - richi \" Himmelreich \" .

In der mhd. Zeit bereichert sich der Wortschatz nicht nur durch Entlehnungen aus anderen Sprachen, in erster Linie aus dem Franzsischen, sondern auch durch Bedeutungsentwicklung der terminologischen Lexik und der Berufslexik, z.B. afr. tornei - ahd. turnei \" Turnier \" , aventure \" Abenteuer \" .

Viele Wrter ndern ihre Bedeutung z.B. ahd. wp, nhd \" Weib \" - es war im Ahd. eine Geschlechtsbezeichnung ( \" женщина \" ).

Groe Bedeutung fr die Entwicklung der abstrakten Lexik hatten die philosophischen Schriften der Mystiker im XII-XIV Jh. In dieser Zeit entstanden die Wrter begreifen, Eigenschaft, Eindruck, Einflu, Zufall, einsehen, bildlich...

Mit der Entwicklung der Geschftssprache beginnt die Entwicklung der terminologischen Lexik und der Berufslexik, z.B. urkunde, brief \" Dokument \", rat \" Rat \", burger \" Brger \", rihten, urteilen \" richten \" , arzat \" Arzt \" , antwerker \"Handwerker \" , beker \" Bcker \" , gartner \" Grtner \" , goldschmiede \" Goldschmied \"

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Die frhneuhochdeutsche Zeit brachte die Entwicklung von Handel und Industrie, die strmische Reformation und die politischen Kmpfe des Bauernkrieges, die Ausbreitung der deutschen Sprache auf immer neue Sphren des gesellschaftlichen Lebens, der Wissenschaft und Kunst. Das alles rief bedeutende Wandlungen im Wortschatz der werdenden deutschen Literatursprache hervor.

Wie in den vorausgegangenen Epochen schwand ein Teil des alten Wortschatzes, z.B. ahd. mihhil, mhd. michel und ahd. luzzil, mhd. ltzel wurden durch \" gro \" und \" klein \" ersetzt. Das mhd. Wort arebit \" Mhsal \", \" Kampf \" ndert seine Bedeutung : nhd. Arbeit; mhd. \" Weisheit \" , \" Klugheit, Wissenschaft \", \" Kunst \" - nhd. List . ( Siehe bei Moskalskaja , S. 207-210 ).

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