ReferatFolder.Org.Ua — Папка українських рефератів!


Загрузка...


5. haben. Im Ahd. war es ein schwaches Verb der III Klasse, also ein regelmiges Verb. Im Mhd. entwickelten sich im Prsens und Prteritum kurze zusammengezogene Formen - haben > hn, habst > hast, habt > hat, habta > hatte.

Deshalb zhlt man es zu den unregelmigen Verben.

6. werden . Im Ahd. war es ein starkes Verb der III. Ablautreihe : ahd. werden - ward - wurtum - wortan ( d - t ).

Im Mhd. entstand infolge des Ausgleichs der Prteritalformen des Sg. und des Pl. die Form wurde mit - e im Auslaut, was fr die 1. ,3. P.Sg. des starken Prterits nicht typisch ist. Auerdem vollzog sich der Ausgleich der Preritalformen der Verben dieser Ablautreihe nach der Singularform ( vgl. ahd. helfan - half - hulfum > mhd. half; werfan - warf - wurfum > mhd. warf ) , nur das Verb weden erhielt die Form mit dem Pluralstamm : wurtum - wurde.

Auch im Prsens hat es seit der mhd. Zeit kurze zusammengezogene Formen : ahd. wirdes (t) - nhd. wird.

7. bringen. Dieses Verb wird zu den unregelmigen Verben gezhlt, weil seine Prteritalformen mit dem Ablaut des Stammvokals wie bei den starken Verben und mit dem Dentalsuffix - t - wie bei den schwachen Verben gebildet sind : ahd. bringen - brachta - gebracht.

II. Das Substantiv.

1. Die Kategorien des Substantivs im Ahd., Mhd., Nhd.

2. Die Entwicklung des Deklinationssystems.

3. Der Artikel und die Kategorien der Bestimmtheit - der Unbestimmtheit.

1. Das Substantiv bewahrt im Ahd. die grammatischen Kategorien des Genus ( 3 Geschlechten ), des Numerus ( Singular, Plural ) und des Kasus, die das Urgermanische besa und es seinerseits aus dem Indoeuropischen bernommen hatte. Auch der Flexionstyp der Substantive blieb im wesentlichen noch der alte.

2. Man bestimmt die Deklinationstypen der Substantive im Ahd. nach den stammbildenden Suffixen, da die alten Kasusendungen in vielen Fllen geschwunden sind :

I. Vokalische Stmme :

a - Deklination ( m. tag, kuning, n. wort, houbit u.a. )- N.A. - taga

ja - Deklination ( m. hirti, n. kunni \" Geschlecht\"...)

wa - Deklination ( m. sno, n. kniu \" Knie \"... )

i - Deklination ( m. gast. scrit \"Schrift \", f. kraft, fart... )

II. Konsonantische Stmme

n - Deklination ( m. namo, garto \"Garten \" , boto, herza, ouga ora \" Ohr \", zunga, sunna, wituwa ...)

nt - Deklination ( m. friunt, fiant \" Feind \" )

- 21 -

r - Deklination ( m. bruoder, fater, f. muoter , tohter ... )

ir - Deklination ( n. lamb - lembir , kalb, huon, blat ... )

Im Ahd. und Mhd. vollzieht sich der Wandel der Deklinationsystems. Entscheidend dafr war die Abschwchung der unbetonten Vokale in den stammbildenden Suffixen, die zu Kasusendungen wurden. Unterschiedliche Endungen a, o, i, u wurden zu - e abgeschwcht und im Mhd. verteilt man die Substantive in zwei Deklinationstypen - starke und schwache Deklination - nach dem grammatischen Geschlecht. Die vokalischen Stmme bilden die starke Deklination mit dem Merkmal - der Genitivendung - s im Sg., die konsonantischen n- Stmme liegen zugrunde der schwachen Deklination. Die brigen konsonantischen Stmme schlossen sich der starken Deklination an. Im Fnhd. entwickelte sich die Deklination der Feminina mit der Nullendung im Sg.

Infolge der Abschwchung der unbetonten Vokale reduzierte sich die Zahl der Kasusendungen von 43 auf 9 im Mhd. und auf 4 im Nhd.

3. Die Entwicklung des Artikels beginnt im Ahd. Zuerst entwickelt sich der bestimmte Artikel ther, thiu, tha3 , dem ein Demonstartivpronomen zugrunde liegt. Der bestimmte Artikel ist im Ahd. noch im Werden. Er wird nur mit konkreten Substantiven gebraucht, um einen einzelnen Gegenstand zu bezeichnen : z. B. :

Sliumo bringet tha3 erira giuuti.Bringt schneller das beste Gewand.

Im Ahd. kommen bereits vereinzelte Formen des unbestimmten Artikels vor : \"Einen kuning wue3 ich, hei3it her Hludwig.

Doch der regelmige Gebrauch des unbestimmten Artikels entwickelt sich erst in der mhd. Zeit. Vgl. im \" Nibelungenlied \" :

Es wuochs in Burggonden ein viel edel magadin ...

sie wart ein schoene wip. ( Es wuchs in Burgund eine edle Jungfrau, ... sie wurde zu

einer schnen Frau .)

Auf diese Weise entsteht seit Beginn der mhd. Zeit die Opposition zwischen dem Substantiv mit dem bestimmten Artikel und dem Substantiv mit dem unbestimmten Artikel, die die grammatische Kategorie der Bestimmtheit / Unbestimmtheit zu einer vollentwickelten Kategorie prgt.

THEMA X .

Die Syntax der deutschen Sprache aus diachronischer Sicht.

1. Der einfache Satz.

2. Der zusammengesetzte Satz.

3. Die Negation.

1. Schon im Ahd. war die vorherrschende Satzform der zweigliedrige Satz mit einer Subjekt - Prdikat - Struktur. z. B. : Sum man habeta zuuene suni. Ein Mann hatte 2 Shne.

Wie in allen flektierenden Sprachen war die Wortstellung im Satz frei. Das Prdikat konnte im Ahd. im Aussagesatz sowohl an der zweiten Stelle als auch am Satzanfang und im Satzschlu stehen :

z. B. Araugta sich imo gotes engil.\" ( Es ) erschien ihm ein Engel Gottes. \"

Alla thesa naht arbeitende niuuih ni gifiengumes.

\" Die ganze Nacht haben wir gearbeitet und nichts gefangen \".

Es lassen sich bereits im Ahd einige neue Tendenzen in der Satzgestaltung verfolgen,

- 22 -

die in der Folgezeit die Eigenart des deutschen Satzbaus prgten.

1) Die Tendenz zur Verbreitung der zweigliedrigen Satzstruktur auf den unpersnlichen und unbestimmten-persnlichen Satz ( mit den Pronomen es und man ).

2) Die Tendenz zur Entwicklung der Elemente der festen Wortstellung im Satz , vor allem zur Bindung der Stelle des Prdikats und zur Entwicklung der Umklammerung.

Diese Erscheinungen bestimmten weitgehend die Eigenart der Satzgestaltung in der deutschen Gegenwartssprache.

2. Schon die ersten ahd. Sprachdekmler enthalten verschiedene Typen komplexer ( zusammengesetzter ) Stze. Aber ihre Zahl ist gering im Vergleich zu der deutschen Gegenwartssprache. Sie entwickelten sich spter, in der Folgezeit.

Die Satzverbindung hat im Ahd ebenso wie in der Gegenwartssprache zwei Hauptmodelle : konjuktionslose und konjuktionale Satzverbindung :

1) Einan kuning wei3 ih, hei3t her Hludwig.

2) Thanan tho Zacharias uuard gitruobit tha3 sehenti, inti fortha anafiel ubar inan. \" Zacharias war verwirrt, das sehend, und Furcht berfiel ihn \".