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Головна Іноземна мова. Англійська, німецька, французька мова → Probleme der Übersetzung der Mischentlehnungen mit einem englischen Bestandteil ins Ukrainische

Die nationale Sprachgeschichtsschreibung hat diese europischen Entlehnungsvorgnge bislang fast ausschliesslich als einzelschprachliche Ereignisse beschrieben und sie bisweilen als nationalsprachliche Katastrophen interpretiert.In der Schweise nationalsprachlicher Sorgen und Bemhungen scheint diese Einstellung verstndlich zu sein; im Zeitalter europaeischer Zielsetzungen ist sie politisch wie sprachlich zumindest zweifelhaft.Im Hinblick auf die Tendenz der Anglisierung und Amerikanisierung der Gegenwartssprache sollte man gerechterweise von einer europischen Sprachbewegung sprechen; diese Tendenz wird sogar in einigen Ostblockstaaten registriert.Einzelsprachliche Analysen fhren zu Perspektivenverengungen und Verzerrungen.Vergleichende Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass beispielweise die Fremdwortbernahme in anderen Sprachgemeinschaften grosszgiger als in Deutschland abluft.In vielen europischen Sprachen kommen nicht geringe Lehnwortbestnde vor.Diese Wortbestnde beruhen nicht auf Zuflligkeiten, sondern sie sind Ergebnisse von bernationalen Prozessen mit politischen, kulturellen, konomischen usw.Voraussetzungen.In einzelsprachlicher Betrachtung mgen sie vielfach als \"strend \" oder als \"schdlich \" erscheinen; bei sprachvergleichender Wahrnehmung stsst man hingegen auf Sprachinseln mit bernationalen Gemeinsamkeiten.Diese sprachlichen Gemeinsamkeiten in Wortschtzen verschiedener Sprachen werden mit dem Begriff des Internationalismus erfasst.Fr das Zustandekommen von Internationalismen in der deutschen Sprache lassen sich viele Grnden nennen; diese sind u.a.:

  • indoeuropische Sprachverwandtschaft;

  • wechselseitige Entlehnungen aus den drei (oder anderen) Sprachen;

  • Entlehnungen aus nichteuropischen Sprachen;

  • Sprachkonventionen in bernationalen Institutionen (Kirchen,Verbnde);

  • Sprachregelungen in internationalen Fachsprachen;

  • Informationsaustausch durch internationale Nachrichtenagenturen.

Obwohl die europischen Sprachen sich- genetisch gesehen -immer mehr von den gemeinsamen Ursprungssprachen entfernt haben, verraten die Wortbestnde der Internationalismen Tendenzen der Gemeinsamkeit und der gegenseitigen Annherungen, vor allem auf der Ebene des Wortschatzes.

Es wurden folgende Hypothesen weitgehend besttigt:

1. Je vertrauter der Sachbereich, desto geringer die Schwierigkeiten beim Umgang mit Fremdwrtern

2. Je fremder der Sachbereich, desto grsser die Schwierigkeiten beim Umgang mit Fremdwrtern (>Lobby<, >Plenum<).

3. Je fremder der Sachbereich, desto grsser die Schwierigkeiten beim Umgang mit deutschen Wrtern.

4. Je strker die Satzeinbettung, desto geringer die Schwierigkeiten beim Umgang mit Fremdwrtern.

5. Je geringer die Satzeinbettung, desto grsser die Schwierigkeiten beim Umgang mit Fremdwrtern.

6. Je geringer die Satzeinbettung, desto grsser die Schwierigkeiten beim Umgang mit deutschen Wrtern.

Oben war von den historischen, kulturellen und oekonomischen Ursachen fr sprachliche Entlehnungen die Rede.Diese aussersprachlichen Ursachen bleiben zweifelsohne die wichtigsten Voraussetzungen und gehren zum festen Bestand der Fremdwortdiskussion.Darber hinaus muss es allerdings noch andere Grnde dafr geben, dass beispielweise englische Lehnwrter fr viele Sprachen Europas annehmbar waren.Die aussersprachlichen Begrndungen allein geben keine hinreichende Erklrung dafuer, dass Lehnwrter aus der englischen Sprache in europaeischen Wrterbchern so berwichtig vertreten sind.Gemessen an aussersprachlichen Faktoren wie Geschichte, Politik, Kultur- und Geistesgeschichte usw., erscheint die deutsche Sprache dann deutlich unterreprsentiert.Eine andere Rechnung, die nicht aufgeht: Der deutsche Sprachraum hat eine geographisch guenstige Lage mit sprachlichen Kontaktgrenzen in einer Laenge von 4850 km und mit einer Nachbarschaft zu 14 anderen Sprachen.Kontaktgrenzen und Nachbarschaften sind aber gleichbedeutend mit Mglichkeiten der Einflussnahme und des Beeinflusswerdens.Zu wenig berksichtigt wird die im europischen Sinne gnstige morphologische Struktur des englischen Wortschatzes.Gemeint sind vor allem Merkmale und Relationen, die durch den Mischsprachencharakter des Englischen bedingt sind.

Hinsichtlich der Verwendungs- und Verwertungsmglichkeiten von internationalen Wortschtzen lassen sich folgende Thesen formulieren: Gleiche Wortschtze:

  • knnen Alltagskommunikation zwischen Menschen verschiedener Herkunftssprachen erleichtern;

  • haben im Hinblick auf Fremdsprachenerwerb und Fremdsprachenunterricht einen multiplizierten Gebrauchswert;

  • geben Aufschluss ber geschichtliche und kulturelle Kontaktvorgnge zwischen verschiedenen Vlkern;

  • knnen als Wortschtze einer mglichen europischen Integration interpretiert werden;

  • leisten einen wichtigen Beitrag zur Differenzierung der Fremdwortdiskussion.

Im gesamt Bereich der gleichen Wortschtze zeichnen sich -grob skizziert -drei Gebrauchsfelder ab:

  • Das Gebrauchsfeld des alltagsprachlichen Verkehrs mit Wrtern des tglichen Umgangs und Bedarfs (z.B.Ball/ball;Telefon/telephone usw.)

  • Das Gebrauchsfeld der sog.Verfgungswortschtze, die man als Kernwortschtze wichtiger Sach-und Fachbereiche bezeichnen kann.(z.B.Orient/orient;Service/service u.a.)Die Verfgungswrter fallen in der Statistik nicht besonders ins Gewicht, sie sind aber unabdingbar fr die sprachliche Bewltigung wichtiger Sach - und Fachfragen.

  • Das Gebrauchsfeld der Fachwrter verschiedenster Fachsprachen; nach dem Verstndnis mehrere Forschungsanstze kann man es in die Teilfelder der Theoriesprache, der fachlichen Umgangssprache und der Verteilersprache aufgliedern.

    2. Einige Tendenzen zur Anglisierung im Deutschen

    Da ist einmal die Flut neuer Sachbezeichnungen auf Grund der rasanten Entwicklung der Technologien und einer unvorstellbaren Ausweitung des (natur-)wissenschaftlichen Wissens. Um den allgemeinen Wortschatz selbst des gebildeten Menschen gruppiert sich eine Vielzahl von Fachsprachen, deren Wortschatz kein einzelner Mensch mehr beherrscht.

    Neben den Fachsprachen und der Popularisierung einer Anzahl ihrer Ausdrcke auch fr den Allgemeinwortschatz fhrt die immer strkere Hinwendung der Gesellschaft zur aktuellen und kurzlebigen journalistischen Information auch zur stndigen Aufnahme von Ausdrcken, die von Politikern und Journalisten neu geprgt werden.

    Der vielleicht charakteristischste Zug des gegenwrtigen Wortschatzes ist der alle Sprachebenen betreffende Zustrom anglo-amerikanischer Ausdrcke Nach 1918 und 1945 war eine wichtige Ursache sicherlich die psychologische und gesellschaftliche Anpassung der Besiegten an die Sieger.

    Aber daneben sind noch andere Faktoren wirksam, wie der Einfluss des Englischen bzw. des Anglo-Amerikanischen auch auf andere Sprachen zeigt. Es war und ist die Attraktion, die von einem bestimmten Lebensstil, von dem mit ihm verbundenen Zeitgeist und von einer speziellen Unterhaltungs- und Jugendkultur ausgeht. Aber es sind – nicht zuletzt – auch \"bestimmte Vorzge der englischen Sprache, die in Kombination mit dem geltenden Lebensstil und Zeitgeist ihre Wirksamkeit entfalten knnen. Ein zweifellos begnstigender Faktor fr die Dominanz des Englischen ist schliesslich noch die Rolle Amerikas als Weltmacht\"*.


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