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Головна Іноземна мова. Англійська, німецька, французька мова → Probleme der Übersetzung der Mischentlehnungen mit einem englischen Bestandteil ins Ukrainische

In anderen Fllen beschert der englische Einfluss der deutschen Sprache eine neue Unterabteilung der Kategorie \"weisser Schimmel\": Testversuch, Testprfung, Re-search-Forschungen, Servicedienst und Konjunkturboom.

6.11. Der Stilwert des Fremdwortes

Der Amerikanismus rangiert meistens an der unteren Grenze des Wortfeldes,~~ wie bei Job gezeigt wurde. Dennoch knnen diese ungeschriebenen Regeln ber die Weztigkeit des Fremdwortes durchbrochen werden, wenn ironische, humoristische, satirische oder andere Untertne angeschlagen werden sollen. In dieser Beziehung zeichnet sich wieder besonders Der Spiegel aus, aber das Spielen mit dem Fremdwort zur Erzielung eines ganz bestimmten Effektes ist auch in anderen Publikationen zu verzeichnen; es eignet sich dazu offensichtlich besser als das deutsche Wort. Dafr einige Beispiele ber die Verwendung von Fan:

Sie [die Familie Adenauer] umfasst gegenwrtig vier Shne, drei Schwiegertchter, drei Tchter, drei Schwiegershne und 22 Enkelkinder – zusammen 95 verschworene Adenauer-Fans.

Sicher ist,dass ... manch diplomatischer Kollege ... sich ber ein Stolpern des Bismarck-Fans freuen wrde.

Nach allgemeinem Sprachgebrauch ist man kein Fan eines Politikers, eines Verstorbenen oder gar Christi, sondern ein Fan ist \"ein begeisterter, leidenschaftlicher, meist jugendlicher Anhnger einer Person (Schauspieler, Snger) oder einer Sache (Sport, Film, Tanz usw.) \". Die erzielte Wirkung ist komisch, ironisch und satirisch.

6.12. Die Triebkrfte

Im Vordergrund steht wohl der Zug zur Sprachkonomie: das bernommene eng-

lische Wort ist meistens krzer als das entsprechende deutsche. Besonders der Journalist mchte die Sprache kurz, bndig, pointiert und vor allem rationell machen.

Deutlich ist auch... das begreifliche Bestreben des Redakteurs und korrespondenten, auf Klischees zu verzichten und neue, wenn mglich originelle, treffende, plastische Redewendungen zu benutzen.

Von der stilistischen Bedeutung des Amerikanismus war bereits die Rede. Er kann dazu beitragen, Humor, Ironie, Satire oder irgendeinen anderen Unterton in eine sprachliche usserung zu bringen.

Der fremdsprachliche Ausdruck kann ferner bewirken, dass Tabu-Dinge nicht direkt beim Namen genannt, sondern abschwchend umschrieben werden: gentle inflation klingt manchmal weniger hart als schleichende Inflation, recession freundlicher als Kon junkturrckgang.

Gelegentlich bemht sich der Journalist au&, \"eine bestimmte Atmosphre\"~~ zu erzeugen. Durch die engen Beziehungen Westdeutschlands zur freien Welt stehen Berichte ber Politik, Wirtschaft, Kultur usw. Amerikas und in geringerem Masse Englands heute mehr denn je im Blickpunkt des Interesses.

6.13. Wert und Unwert der Anglo-Amerikanismen

Seit jeher ist man geteilter Meinung ber den Wert des Lehngutes im Deutschen gewesen. Bereits 1899 schimpfte H. Dunger \"Wider die Englnderei in der deutschen Sprache\". Heute wettert man immer noch, jetzt aber mehr gegen die Amerikanerei in der Sprache Westdeutschlands. Fr die politische Situation unserer Zeit mag es aber bezeichnend sein, dass die frher so sehr starken nationalen Elemente jetzt wesentlich schwcher geworden sind. Heute wenden sich primr die Puristen gegen die berfremdung des Deutschen, und das mit Recht.

Politische, wirtschaftliche, technische, militrische, kulturhistorische und sprachliche Faktoren haben zu der eigentlich gar nicht so sehr berraschenden Tatsache gefhrt, dass mit dem Vordringen des Englischen als Weltsprache immer mehr sprachliches Material ins Deutsche – wie selbstverstndlich auch in andere Sprachen – eindrang. Aber sicher haben diese Ubernahmen auch ihre Vorteile, wie selbst ihre Gegner eingestehen mssen. Es sind alte Argumente, die sich dafr anfhren lassen, dass das Englische fr einen solchen Einfluss geeigneter ist als andere Sprachen, etwa das heute in dieser Beziehung immer weiter zurcktretende Franzsisch:

Denn die Wahl eines Fremdwortes richtet sich nicht nur nach seinem sachlichen Aussage-inhalt, sondern hufig auch – vorwiegend oder ausschliesslich – nach seinem sinnlichen Aus-druckswert, genauer gesagt, nach seiner Bild- und Klangwirkung. Gerade die englische Sprache, heute mehr denn je im Besitze einer geheimnisvoIIen, fast magischen einseitigen Anziehungskraft auf die deutsche Sprache, strahlt nicht selten einen sprachlichen Glanz, eine sprachliche Suggestivkraft aus, die dem englischen Fremdwort den Vorrang vor dem entsprechenden, an sich inhaltlich einwandfreien, aber lautlich weniger anziehenden deutschen Ausdruck sichert.

Ob die Vernderungen in der Morphologie und der Syntax ebenfalls eine Bereicherung darstellen knnten, erscheint fraglich. ber dies ist noch nicht gengend geklrt, ob hier parallele Tendenzen des Deutschen vorliegen, ob das englische Vorbild verstrkend gewirkt hat oder ob das fremdsprachliche Modell direkt imitiert wird. Die erste Mglichkeit wird in manchen Fllen vorliegen, die zweite wird fr viele Beispiele anzusetzen sein, und schliesslich muss wiederholt werden, dass nicht jede direkte Wiedergabe einer englischen Fgung zu einem festen Bestandteil der deutschen Sprache wird.

Es scheint so, als sei die Zeit nach 1945 eine echte Herausforderung an die deutsche Sprache, und \"gewisse Anzeichen fr einen Rckgang der Fremdwortflut \" sind nicht zu erkennen. Die \"Amerikanisierung\" des Deutschen ist wohl weiter fortgeschritten.

7.1 Einige Ergebnisse der Untersuchung

Wrend dieser Untersuchung wurden der Einfluss der englischen Sprache, deren Grnde und Tendenzen der Anglisierung der deutschen Sprache betrachtet.Dabei wurde Folgendes vestgestellt:

  • Der starke Zustrom der Anglo-Amerikanismen in die deutsche Sprache begann Ende der 40 Jahre mit der Durchsetzung des Marschall-Plans;

  • Nicht nur das Deutsche, sondern nahezu jede europische Sprache erlebt einen strkeren oder schwcheren Einfluss der englischen Sprache;

  • Die Lehnwortbestnde beruhen nicht auf Zuffligkeiten, sondern sie sind Ergebnisse von bernationalen Prozessen mit politischen, kulturellen, konomischen usw. Voraussetzungen;

  • Fr die so starke Zunahme der zusammengesetzten und abgeleiteten Lexeme sind folgende Grnden zu nennen: